Weißnaußlitz wurde 1241 erstmals in der Grenzurkunde erwähnt. Der Ortsname bedeutet frei übersetzt "Neudorf", "Niederlassung der Neusiedler" oder "Neusiedlung". Worauf die eigenartige Farbbezeichnung zurückzuführen ist, lässt sich leider nicht mehr eindeutig feststellen. Recht gut dokumentiert ist die Zeit um 1380. Damals leistete das Dorf Abgaben an das Kloster Marienstern, welche in dem Zinsregister detailliert aufgeführt sind. Neben Geld waren Hühner und Eier zu entrichten. Die landwirtschaftliche Ausrichtung hat wohl auch dazu beigetragen, dass ca. 1756 Weißnaußlitz als erster Ort in unserer Region Kartoffeln anbaute. Interessant ist auch, dass in alten Unterlagen eine Windmühle erwähnt wird, welche jedoch näher an Neu-Drauschkowitz stand, ungefähr in der Verlängerung zum heutigen Grünen Weg. Sie war im Stil einer Holländerwindmühle gebaut.
Das letzte noch erhaltene Umgebindehaus im Ort. Aus unbekannten Gründen wurde die Blockstube zusätzlich mit einer Ziegelmauer verblendet. Diese Aufnahme wurde vermutlich vor 1918 erstellt, da hier noch kein Stromanschluss zu erkennen ist.
Mit viel Mühe wurde in den 1990-ern die Fassade restauriert.
Diese alten Treppenstufen wurden bei der Sanierung des Hauseinganges freigelegt.
Historische Postkartenansicht, oben Blick aus Richtung Gnaschwitz, unten Bergmann's Restaurant, später Gaststätte Kinner, welche 1996 für immer schloss.
Bei Aufräumarbeiten auf dem Dachboden entdeckt, ein handgeschnitztes Holzornament, vermutlich ehemals Bestandteil eines Möbelstückes
Eine Garantieurkunde für ein Fahrrad aus dem Jahr 1906
Typische Funde bei Bauarbeiten am Haus, Scherben von Keramikgefäßen, Reste einer Blechdose, eine Patronenhülse, sowie einige Bruchstücke von Gegenständen unbekannter Herkunft
Die linke Flasche wurde bei Erdarbeiten im Hof gefunden und trägt die Aufschrift "Eingetr. Verbandszeichen", das kleinere Fläschchen ist ein Fundstück aus dem Keller
Scherbenfunde bei Grabungsarbeiten am Oberen Hof 6
Besonderes Fundstück, diese Tasse stand unentdeckt auf einer Mauer, unterhalb der Fußpfette. Sie ist nahezu unbeschädigt. Durchmesser ca. 7 cm
Dieser Stein, mit dem Namen "W. Loke" ist auf der Südseite des Tschelentsy unterhalb des Kirschberges in der "Schlucht" zu finden. Einige Weißnaußlitzer wollten sich, sowie wahrscheinlich auch persönliches Hab und Gut hier im 2. Weltkrieg verstecken. Gleich daneben findet man ein in den Hang gegrabenes Erdloch.
Langsam geraten sie in Vergessenheit, alte Verbindungswege zwischen den Orten, aus einer Zeit wo es keine modernen Fortbewegungsmittel gab und so die Menschen den kürzesten Weg suchten, um z.B. in die Kirche nach Gaußig zu gelangen. Links eine Aufnahme vor 1970 einer kleinen Fußgängerbrücke über das Lange Wasser bei Katschwitz, gesäumt von zwei Linden, auf dem rechten Bild erkennt man noch die Reste, ohne Geländer ( 2007). Viele Wege fielen der modernen Landwirtschaft zum Opfer, welche möglichst große zusammenhängende Felder benötigte.
Unmittelbar hinter Weißnaußlitz findet man diesen Stein mit der Jahreszahl "1940" am Aufstieg zum Tschelentsy. In diesem Jahr wurde der angrenzende Wald gepflanzt.
Verlegung der Wasserleitung am Oberen Hof.
Die S119 aus Richtung Neukirch in einem schneereichen Winter (ca. 1970). Zur besseren Orientierung hervorgehoben: Das Ortseingangsschild ragt nur wenige Zentimeter aus dem Schnee! Das Haus im Hintergrund wurde in den 1990-ern abgerissen und durch einen Neubau ersetzt.
Die "Gasse" (rechts) und die Neukircher Straße (links) war nur noch für Fußgänger passierbar (ca. 1970). Vor dem ersten Ausbau der S119 säumten Obstbäume und Telegraphenmaste die Straße.
DG4DSL
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