DG4DSL
............ über 25 Jahre Amateurfunk aus Weißnaußlitz
Amateurfunkrelais DB0PIB auf dem Picho Wie schon vor einiger Zeit berichtet, sendet seit einiger Zeit das Amateurfunkrelais DB0PIB vom Picho. Dank der engagierten Arbeit zahlreicher Funkamateure, wurde insbesondere 2014 der Sendestandort neben der Picho-Baude weiter ausgebaut. Der eigentlich dem Verfall preisgegebene Sanitär-Bungalow des ehemaligen Ferienlagers wurde in vielen Arbeitsstunden wieder so hergerichtet und umgebaut, dass er den relativ rauen Bedingungen auf rund 498 Metern Höhe wieder stand hält und die Sende- und Empfangstechnik sicher untergebracht ist. Die Antennenanlage wurde erweitert und ermöglicht  neben klassischem Sprechfunk im 70 cm-Band  auch sogenanntes Amateurfernsehen (ATV). Dies erfolgt einmal im analogen Verfahren, aber auch im ganz modernen DVB-T-Standard, wie wir es von digitalen Antennenfernsehen kennen. Wer einmal reinschauen möchte braucht eigentlich nur einen ausgemusterten analogen Satellitenreceiver und ein spezielles LNB. Die Sendefrequenz ist 3450 MHz. Die Funkamateure stehen hier gerne mit Rat und Tat zur Seite. Natürlich handelt es sich um kein normales Fernsehprogramm. Zu sehen ist nur etwas, wenn ein Funkamateur den Fernsehsender aktiviert. Durch eine Verlinkung mit dem Amateurfunkrelais auf der Lausche im Zittauer Gebirge sind sogar die dortigen Wetterkameras immer wieder zu sehen. Die hervorragende Lage des Picho ermöglicht Sprechfunkverkehr bis in weite Teile Sachsens hinein. Auf 439,200 MHz ist es mit einfacher Empfangstechnik möglich den Funkamateuren bei ihren Gesprächen völlig legal zuzuhören. Ganz modern geht es auf 144,800 MHz zu. Dort findet Datenfunk, sogenanntes APRS (Automatic Packet Reporting System) statt. In einem weltweiten Netz aus APRS-Stationen werden Positionsdaten, Wetterdaten oder auch Kurzmitteilungen  unverschlüsselt verbreitet. Diese Daten werden  ins Internet eingespeist und lassen sich unter http://www.aprs.fi sehr gut verfolgen. Die für den Sendestandort DB0PIB gegründete Interessengemeinschaft sucht natürlich immer neue Mitstreiter, lädt aber auch ausdrücklich Funkamateure ein, die vorhandene Einrichtung zu nutzen. Der Unterhalt der gesamten Anlage kostet natürlich auch viel Geld und sei es nur die Stromrechnung, welche bezahlt werden muss. So freut sich die Interessengemeinschaft Pichofunk über jede noch so kleine Spende und Unterstützung. Durch die Funkaktivitäten wird unsere Region über die Landesgrenzen hinaus bekannter und in Krisenzeiten konnte der Amateurfunk schon oft die drahtlose Kommunikation sicherstellen, wo kommerzielle Anbieter versagten. http://www.igpichofunk.de (erschienen in den Gemeindenachrichten Doberschau-Gaußig)